Jack McDevitt: Das Auge des Teufels
Die bekannte Horror-Autorin Vicki Greene sendet dem Antiquitätenhändler Alex Benedict eine verzweifelte Nachricht und eine grosse Summe Geld. Dann lässt sie sich freiwillig das Gedächtnis löschen. Alex und seine Partnerin Chase nehmen die Ermittlungen auf. Was steckt hinter dem Verhalten der Schriftstellerin? Die Hinweise führen sie buchstäblich bis zum Ende der Galaxis …
Inhalt
Der Antiquitätenhändler Alex Benedict und seine Pilotin Chase Kolpath reisen zu einem weit entfernten Planeten am Ende der Galaxis. Bevor Vicki Greene ihr Gedächtnis gelöscht hat, betrieb sie dort selbst Nachforschungen. Als sie ihrer Spur folgen stossen die beiden Ermittler auf eine Verschwörung, welche die Existenz des gesamten Planeten gefährdet. Damit nicht genug; die Welt wird auch noch von den Stummen angegriffen, eine monsterhafte Spezies, die nur per Gedankenübertragung kommunizieren kann.
Charaktere
Der Antiquitätenhändler Alex Benedict ist wissbegierig und immer auf der Suche nach seltenen Antiquitäten für sein Geschäft. Mit seinem Spürsinn und einem breiten Interesse ist er für die Aufklärung des Rätsels um Vicki Greene prädestiniert. Chase Kolpath ist die Pilotin und Mitarbeiterin von Alex. Sie sorgt auch für die actionreicheren Stellen der Geschichte und hält in jeder Situation zu Alex. Vicki Greene tritt nie direkt auf sondern kommt nur als Hologramm oder in nacherzählten Erinnerungen vor. Trotzdem formt sich mit der Zeit ein Charakter dass die Tragik ihres Schicksals vom Leser nachempfunden werden kann.
Stil
Das Auge des Teufels ist der vierte Teil einer Reihe um Alex und Chase. Die Kenntnis der früheren Romane ist nicht erforderlich, um die Geschichte zu verstehen. Dennoch mutet es etwas seltsam an, dass das Buch ohne jeden Hinweis darauf erscheint. Dass die Geschichte ohne Kenntnis der anderen Romane funktioniert ist umso erstaunlicher, da sie in einer Science-Fiction-Welt spielt, in die der Leser erst hineinfinden muss. McDevitt gelingt das aber vorzüglich und so ist das Lesevergnügen von der ersten Seite an ungetrübt.
Anfangs ist der Leser vor allem mit der Frage konfrontiert, was hinter den seltsamen Vorfällen um Vicki Greene steckt. Aus der Perspektive von Chase, die das Ganze ähnlich einem Bericht nacherzählt, wird er näher mit der geheimnisvollen Geschichte vertraut und etwa ab der Mitte sind die Umstände klar. Interessant ist, dass die Geschichte hier nicht einfach aufhört, sondern, dass die Hauptcharekteren einer neuen Situation gegenüber stehen und mit dieser fertig werden müssen.
Das Buch ist in unterschiedlich lange Kapitel unterteilt, die immer mit einem Auszug aus Vicki Greenes Romanen beginnen. Das ist nicht nur ein schönes Detail, es verleiht auch der Figur Vicki Greene zusätzliche Tiefe.
Fazit
Das Auge des Teufels ist ein spannender Mix aus Krimi und Science Fiction. Leser beider Genres dürften ihren Gefallen daran finden. Nirgends ist erwähnt, dass es sich um den vierten Band einer Roman-Reihe handelt. Das fällt negativ auf, tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch, da der Einstieg auch ohne die vorherigen Bände leicht fällt.
Phantastik Journal – Wertung: 




- Autor: Jack McDevitt
- Verlag: Bastei Lübbe
- Erschienen: 11.8.2009
- Seitenzahl: 557
- ISBN: 978-3-404-24386-0
Vielen Dank an Bastei Lübbe für die freundliche zur Verfügungstellung des Rezensionsexemplares.


