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Evelyne Okonnek: Die Flammen der Dunkelheit

Geschrieben von am 3. Mai 2010 – 12:38Kein Kommentar

2006 gewann sie mit ihrem Debüt “Die Tochter der Schlange” den Wolfgang Hohlbein-Preis des Ueberreuter Verlags. Nun legt die deutsche Autorin Evelyne Okonnek mit “Die Flammen der Dunkelheit” einen weiteren spannenden Fantasy-Roman vor.

Inhalt
Eine Insel versinkt im Regen und viele ihrer Bewohner können sich nur noch schwach an die letzten Sonnenstrahlen erinnern. Mit dem schwindenden Licht fallen auch die Ernten immer schlechter aus und das Volk wendet sich in seiner Not an die Priesterschaft des Jalluth. Deren Hohepriester sieht die Schuld bei den Dämonen, die einst friedlich neben den Menschen die Insel bewohnten. Gnadenlos verfolgt er alle Dämonen und Mischlinge auf der Insel, denn eine alte Prophezeiung sagt voraus, dass seine Herrschaft durch zwei Mischlinge beendet und das Volk der Dämonen wieder auferstehen wird.
Wie es die Prophezeiung vorausgesagt hat, werden in einer Vollmondnacht zwei Mischlinge geboren. Zusammen sollen sie nicht nur das Volk der Dämonen retten sondern auch die Sonne wieder zum Scheinen bringen.

Charaktere
Aurnia ist die stolze und einsame Königin der Insel. Totz ihres Herrschertitels ist es der Auserwählte, der die Geschicke der Insel leitet. Als oberster Priester der Jalluth-Bruderschaft ist er auch Befehlshaber der Flammenkrieger, die er in seinem Kampf gegen Dämonen und Mischlinge über die ganze Insel entsendet. Glic ist einer der beiden Mischlinge, die die Welt retten sollen. Er ist schlau und vorwitzig, manchmal aber fast naiv. Demgegenüber steht Dorc, der zweite Mischling, der mit seiner ruhigen Art eine ideale Ergänzung zu Glic bildet. Ardal ist einer der Priester. Als Schreiber verbringt er einen Grossteil seiner Zeit in der Schreibstube und studiert alte Schriften. Weiderkehrende Albträume eröffnen ihm, dass er eine wichtige Rolle bei der Befreiung der Dämonen spielt, den bevorstehenden Kampf aber nicht überleben wird.
Die Charaktere werden nicht ausführlich beschrieben, was auf den ersten Blick etwas leer anmutet. Schaut man aber genauer hin, so entdeckt man dass die Figuren dennoch eine gewisse Tiefe aufweisen. Viele stecken in ähnlichen Zwickmühlen wie Ardal und es ist interessant zu beobachten auf welche unterschiedlichen Arten sie mit ihrem Schicksal umgehen.

Stil
Die Sprache ist klar und liest sich flüssig. Viele Szenen werden leider indirekt erzählt und wirken so etwas farblos. Wünschenswert wären hier mehr Dialoge zwischen den Figuren, die den Szenen mehr Dynamik verliehen hätten.

Fazit
“Die Flammen der Dunkelheit” ist ein interessantes Buch weil eine dichte Geschichte auf nur 350 Seiten erzählt wird. Anfangs wirken die Figuren etwas flau. Auf den zweiten Blick gewinnen sie auch ohne detaillierte Beschreibung ihrer Erscheinung an Tiefe. Viele Szenen hätten durch Dialoge dynamischer gestaltet werden können.

Phantastik Journal – Wertung: ★★★★☆

Vielen Dank an den Ueberreuter Verlag für die freundliche zur Verfügungstellung des Rezensionsexemplares.

  • Autor: Evelyne Okonnek
  • Verlag: Ueberreuter Verlag, Otherworld Fantasy
  • Erschienen: 2010
  • Seitenzahl: 352 Seiten
  • ISBN: 978-3-8000-9509-4
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