An einem ganz normalen Frühlingsmorgen, dem 23. Mai, beginnt der globale Albtraum: Das weltweite Stromnetz bricht von einer Sekunde auf die andere zusammen. Sämtliche Kommunikationssysteme kollabieren, urplötzlich stürzen Flugzeuge vom Himmel, innerhalb von Stunden regieren Chaos, Gewalt und Anarchie. Es geht um das nackte Überleben in einer bis dahin unbekannten Welt. Gibt es Hoffnung für die Menschheit oder werden am Ende nur die Ratten triumphieren?
Wellendingen, ein idyllisches Dorf im Südschwarzwald: Hans Seger ist beruflich in Schweden unterwegs, seine Frau Eva hat Frühdienst im Donaueschinger Krankenhaus. Ihre Tochter, die siebenjährige Lea, ist bei Nachbarn. Der Verkehr bricht zusammen, Telefone und Computer stehen still, Kühlschränke verweigern ihren Dienst, Supermarkttüren öffnen sich nicht mehr. Der wirksamste Computervirus, der je ersonnen wurde, schleudert die Welt zurück ins tiefste Mittelalter. Als der erste Jumbojet vom Himmel fällt, dämmert der Dorfgemeinschaft, dass nichts mehr so sein wird wie es einmal war. Innerhalb weniger Stunden zerbricht das so stabil erschienene Gerüst unserer modernen Gesellschaft. Jeder ist sich plötzlich selbst der Nächste. Eine Schlacht bahnt sich an, in der alle bisherigen Werte nicht mehr zählen. Für Eva und Hans Seger beginnt ein Überlebenskampf, auf den sie niemand vorbereitet hatte. Alles andere wird unwichtig, tritt hinter dem einen Ziel zurück: Heimkehr nach Wellendingen, zu ihrer Tochter Lea. Der Weg nach Hause entpuppt sich sowohl für Eva als auch für Hans als Trip durch die Hölle.
Sprache/Stil:
In einwandfreien Stil debütiert der Autor mit seinem wahrhaft umfangreichen Werk.
Charaktere:
Deren gibt es viele – und fast alle sind gut ausgearbeitet und entwickeln sich zu “eigenständigen” Personen – wie der Autor auch im Nachwort betont.
Aufmachung:
Hardcover. Eine Ratte die sich in die menschliche Zivilisation schleicht?
Fazit:
“Rattentanz” ist für einen Debütroman wirklich umfangreich und wirklich gut gelungen. Mit Charakteren, die uns bekannt vorkommen führt er uns in eine erschreckende “was-wäre-wenn” Welt, die – bis auf den schnellen Zeitablauf – rundherum glaubwürdig erscheint. Einzelschicksale werden von globalen Eindrücken abgerundet. Ein Buch das den Leser mitfiebern läßt und zum Nachdenken bringt.
Phantastk Journal – Wertung: 




- Erschienen: Mai 2010
- ISBN-10: 3-937357-37-8
- EAN: 9783937357379
- Einband: gebunden
- Erschienen bei: Bookspot Verlag
- Seitenzahl: 837
- Gewicht: 1089 g
- Sprache(n): Deutsch
- Stilrichtung: Endzeit – Thriller
- Ausstattung: 22 cm
Hinweise
Rezension von: Helmut Marischka
Vielen Dank an den Bookspot Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
















