Pharo, Miriam: Schlangenfutter
Die Europäische Föderation im Jahr 2066:
Die einstigen blühenden Hansestädte im Norden existieren nicht mehr. Hamburg ist ein Nobelbezirk von Hanseapolis, einer Megacity mit über 20 Millionen Einwohnern , die Lübecker Region eine riesige Industriezone. Louann Marino hat sich ihren ersten Tag bei der Sektion 3, dem Morddezernat von Hanseapolis, wahrscheinlich anders vorgestellt. Sie wird dem undurchsichtigen und rüpelhaften Elias Kosloff als Partnerin zugeteilt und sogleich zu einem Tatort gerufen, an dem ein grauenhafter Mord stattgefunden hat.
Inhalt:
In den verseuchten Sümpfen vor den Toren der Stadt finden die Ermittler die verstümmlte Leiche einer jungen Frau. Wie sich herausstellt, ist dies jedoch nur die Spitze des Eisberges, denn hinter diesem grausamen Mord steckt wesentlich mahr, als sie zuerst vermuten. Louann, die zuerst mit ihrem, fast schon unheimlichen, Partner gar nicht zurecht kommt, will diesen Fall trotzdem und um jeden Preis lösen. Auch der Reporter Cedric Dunn geht diesen Fällen nach und macht mehrere seltsame Entdeckungen. Als jedoch eine Spezialeinheit der Polizei und die Ermittler Kosloff/Marino ein Nest der Verbrecher ausheben, und den Drahtzieher der Verbrechen zu nahe kommen, beschließen diese zurück zu schlagen. Es kommt zum Schlagabtausch zwischen den Angehörigen der Behörden und dem Verbrechersyndikat, dessen Mitglieder bis in die höchsten Kreise der Regierung reichen.
Sprache/Stil:
Sehr passend für einen Science Fiction Krimi. Man fühlt sich regelrecht in ein Hamburg der Zukunft versetzt.
Charaktere:
Die Chraktere der Hauptpersonen sind wohldurchdacht und gut ausgearbeitet. Der finstere Polizist Kosloff, erinnert jedoch manchmal etwas an allzu bekannte ‘harte’ Typen aus Literatur und Film.
Aufmachung:
Taschenbuch: Eine Frau, die sich durch durch den dunklen Gang einer Kanalisation bewegt. Im Inneren des Buches befinden sich mehrere Illustrationen, die z.B. technische Teile visuell erläutern.
Fazit:
Der Hintergrund der Geschichte ist hervorragend ausgearbeitet. Man kann sich die halbversunkene Hansestadt und deren Umgebung bildlich vorstellen. Die Story ist spannend und mausert sich nach kurzer Zeit zum Pageturner. “Schlangenfutter” ist schnell und durchaus nichts für Zartbesaitete. Die Protagonisten, insbesondere Louann, wachsen dem Leser schnell ans Herz. Die vielen SF-Begriffe werden durch eingstreute sog. Info-Breaks erläutert und erklärt, was sinnvoll und hilfreich ist, aber manchmal einfach den Lesefluss stört. Das Ende des Romans ist offen und man kann schon gespannt auf die Fortsetzung sein. Ein Muss für jeden SF-Thriller Fan.
Phantastk Journal – Wertung: 




- Erschienen: Juli 2009
- ISBN-10: 3-941404-00-8
- EAN: 9783941404007
- Einband: kartoniert/broschiert
- Erschienen bei: Acabus Verlag
- Seitenzahl: 248
- Gewicht: 274 g
- Sprache(n): Deutsch
- Stilrichtung: Science Fiction – Thriller
- Ausstattung: 19 cm
Hinweise
Rezension von: Helmut Marischka
Vielen Dank an die Autorin für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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