Sunday August 1st 2010

Kinotipp: Das Bildnis des Dorian Gray

Ewige Jugend? Unvergänglich schön? Danach streben Menschen schon seit Jahrhunderten. In Oscar Wildes Roman “Das Bildnis des Dorian Gray” geht es genau um das.

Dorian Gray ist jung und schön. Doch anstatt zu altern, wie jeder andere, tut dies für ihn sein Bildnis. Doch was für den jungen Gray zuerst ein Segen ist, und ihn die Gelüste des Lebens in vollen Zügen geniessen lässt, wird schon bald zu einem Fluch, den er nicht mehr los wird.

Nun hat sich Oliver Parker dem Stoff angenommen, um daraus einen zeitgemässen Film zu drehen. Es ist nicht der erste Film von Parker, den er nach einer Vorlage von Oscar Wilde drehte. Mit “Ein perfekter Ehemann” und “Ernst sein ist alles” lieferte der Brite bereits zwei Romanverfilmungen nach Oscar Wilde ab.
Dabei war “Ein perfekter Eheman” sogar zweimal für den Golden Globe und sogar dreimal für den BAFTA – Award nominiert.

Am 15. April 2010 startet nun “Das Bildnis von Dorian Gray” in den deutschsprachigen Kinos. Eine Mischung aus Drama, Mysterie und Fantasy das durchaus auch einige Gruselelemente enthält.
Man darf gespannt sein, was Parker aus der Vorlage gemacht hat, die übrigens nicht zum ersten Mal verfilmt wurde.

London im 19. Jahrhunder:
Als der unglaublich gut aussehende aber naive Dorian Gray (B. Barnes) in der britischen Hauptstadt ankommt, um das väterliche Erbe anzutreten, wird er unversehens in das turbulente gesellschaftliche Leben um Henry Wotton (C. Firth) hineingezogen. Gemeinsam mit Wotton, einem Geniesser und grossem Hedonisten, gibt sich Dorian den Verführungen der Grossstadt hin.
Wotton macht Dorian mit dem Maler Basil Hallward (B. Chaplin) bekannt und schnell sind die Männer sich einig, dass Hallward ein Portrait von Dorian anfertigen soll – um dessen vergänglche Schönheit und Ausstrahlung auf immer zu erhalten, und wenn es nur in Form eines Bildnisses ist.
Angesichts des vollendeten Portraits entfährt Dorian Gray von Wotton provoziert ein kühner Wunsch. Wäre es nicht schön, wenn das Bild an seiner Stelle altern würde und er für immer in der Blüte seiner Jugend bliebe. Was würde er dafür geben, alles, sogar seine Seele.
Tags darauf ist die Bemerkung vergessen. Wotton und Gray zieht es ein ums andere Mal in das Nachtleben Londons, die Ausschweifungen werden immer grösser.
Und plötzlich passiert, was Dorian nicht zu hoffen gewagt hatte: Während all seine Exzesse spurlos an ihm vorübergehen, sind erste Veränderungen im Bildnis zu sehen.
Dorian Gray verbirgt das Bild in der hintersten Ecke seines Dachspeichers, hütet sein Geheimnis und geniesst sein Leben in vollen Zügen. Eines Tages aber bittet Basil ihn, ihm das bild für eine Ausstellung zurückzugeben…

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