Newman, Kim: Die Vampire
Das Epos spielt in einer Welt, in der Vlad Dracul nicht von Abraham van Helsing vernichtet wurde, sondern als Prinzgemahl von Königin Victoria auf dem englischen Thron landet …
Inhalt:
Anno Dracula
London 1888
Im nebligen London zieht der Vampirfürst Dracula die Fäden. Ihm ist es gelungen Van Helsing und Jonathan Harker zu töten. Mina Harker ist selbst eine Blutsaugerin und Queen Viktoria nur eine willenlose Marionette des Obervampirs. Seine karpatische Garde sorgt mit harter Hand für Ordnung, trotzdem werden im Stadtteil Whitechapel Vampirhuren reihenweise gemeuchelt. Ein Mörder mit einem Silberskalpell treibt dort sein Unwesen: Jack the Ripper. Der menschliche Meisterspion, Charles Beauregard, Mitglied des einflussreichen Diogenes-Clubs, und die Vampirälteste Genevieve begeben sich auf die Jagd, um dem Mörder das Handwerk zu legen.
Der Rote Baron
Frankreich/Deutschland 1918
Dracula wurde aus England vertrieben. Der Vampirfürst sucht sich neue Verbündete. In Deutschland findet er Kaiser Wilhelm, mit dem er die Weltherrsschaft erringen will. Der Rote Baron, Manfred von Richthofen und sein Jagdgeschwader spielen dabei eine wesentliche Rolle. Beauregard ist mittlerweile einer der Führer des Dio0genes Clubs. Er beauftragt seinen Gefolgsmann Edwin Winthrop, den Roten Baron und seine unmenschliche Truppe auszuspionieren. Kate Reed, die – mittlerweile – vampirische Reporterin begibt sich ebenfalls nach Frankreich, wo es zu einer entscheidenden Schlacht kommen soll.
Dracula Cha-cha-cha
Rom 1959
Beauregard, immer noch warmblütig und über 100 Jahre alt, steht dem Tode nahe. Seine einstigen Geliebten, die Vampirinnen Genevieve und Kate Reed sorgen sich um ihn und seine Zukunft. Zur gleichen Zeit soll in Rom die Hochzeit des Grafen Dracula und der moldawischen Prinzessin Asa Vajda stattfinden. Ein unbekannter Mann, der scharlachrote Henker, beginnt wahllos Vampirälteste zu ermorden. Und dann gibt es da noch Hamish Bond, einen Geheimagenten des Diogenes Clubs, der es ansscheinend auch darauf abgesehen hat Vlad Tepes ein Ende zu bereiten.
Stil/Sprache:
Beides is t relativ anspruchsvoll, trotzdem gerät man beim Lesen der rund 1280 Seiten nicht ins Stocken.
Charaktere:
Die Hauptcharaktere sind gut beschrieben und entwickeln sich im Laufe ihres langen Lebens glaubwürdig weiter. Dracula selbst taucht nur selten auf, bleibt aber dadurch immer geheimnisvoll und interessant. Ansonsten spielt der Autor mit dem “Was wäre wenn” – Prinzip. Eine fast unüberschaubare Anzahl von historischen und mystischen Figuren tauchen in diesem faszinierenden Werk auf. Professor Moriaty, Sherlock Holmes, Dr. Jekyll, Edgar Allen Poe, Lord Ruthven und Oscar Wilde sind nur einige davon. Wen Hamish Bond darstellen soll muss man, glaube ich, nicht extra erwähnen.
Aufmachung
Das Buch hat wieder ein Cover, dass dem Betrachter unwillkürlich bekannt vorkommt. Doch ziert hier nicht ein Schwert – wie bei der Elfen -Reihe, oder eine Axt, wie bei den Zwergen, den Vordergrund des Covers, sondern – wie soll es auch anders sein – ein Kreuz, vor der Silhouette einer Stadt (London?) und dem vollem Mond.
Fazit:
Ein unbedingt lesenswertes Epos. Trotz der über 1200 Seiten wird es nie langweilig und bleibt auch trotz der Fülle der vorkommenden Charaktere immer spannend und mitreißend.
Phantastik Journal – Wertung: 




- Erschienen: April 2009
- ISBN-10: 3-453-53296-1
- EAN: 9783453532960
- Einband: kartoniert/broschiert
- Erschienen bei: Heyne
- Seitenzahl: 1280
- Gewicht: 885 g
- Sprache(n): Deutsch
- Übersetzt von: Frank Böhmert
- Ausstattung: 21 cm
Hinweise
Rezension von: Helmut Marischka
Vielen Dank an den Heyne Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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