Hennen, Bernhard – Elfenritter 2 – Die Albenmark
Prinzessin Gishild ist noch immer in der Ordensburg auf Valloncour gefangen. Die erhoffte Rettung kommt nicht, die Maurawani Silwyna starb, bevor sie Gishild befreien oder die Fjordländer informieren konnte.
Inzwischen binden Gishild andere Bande an die Ordensritter: Sie lernt ihre Kameraden zu schätzen und zu Luc empfindet sie mittlerweile tiefe Liebe.
Inhalt
Elfenfürst Tiranu erlangt erst nach Jahren Wissen über den Verbleib Gishilds. Elfenkönigin Emerelle beauftragt ihn und Schwertmeister Ollowain mit einer Rettungsaktion. An dem Tag, an dem Gishild und Luc heiraten wollen, greifen die Elfen mit Unterstützung der Riesenadler an. Allerdings hat der hinterlistige Honoré, der bei dieser Gelegenheit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Nachfolge seines Primarchen Leon antreten will, von diesem Plan erfahren und stellt eine tödliche Falle. Unter hohen Verlusten wird die Prinzessin des Fjordlandes befreit. Als Gishild in ihre Heimat zurückkehrt, ist ihr alles fremdgeworden. Nur die Elfen und die Leibwache der Mandriden halten zu ihr. Die junge Frau kann sich jedoch als mutige Anführerin beweisen. Ihr Wissen um die Taktiken der Feinde hilft ihr. Mit Hilfe, eines Lutins, der lange Zeit Gefangener der Tjuredpriester war, gelingt es der Streitmacht des Ordens vom Blutbaum, eine Verbindung zu den Gefilden Albenmarks herzustellen. Die Flotte der Ordensritter greift überraschend die Elfenstadt an, in der zur gleichen Zeit die jährliche Krönungszeremonie Emerelles stattfindet. Mit dem Tod der Elfenkönigin soll das Schicksal der Albenmark besiegelt werden.
Stil / Sprache
Hennens erzählerisches Talent auf dem Höhepunkt. Wie schon in den Vorbänden, wird alles bildgewaltig und eingängig beschrieben. Das Tempo in den Schlachtenbeschreibungen ist nahezu atemberaubend.
Charaktere
Die agierenden Charaktere entwickeln sich und zwar auf beiden Seiten der Frontlinie. Wieder verschwimmt die Grenze von Gut und Böse. Mit manchen „Schurken“ hat man Mitleid oder findet sie gar sympathisch. Und einige „Helden“ handeln egoistisch oder unverständlich. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz, besonders, wenn die, erst kürzlich zu Verbündeten gewordenen, Elfen und Trolle aufeinander treffen.
Aufmachung
Taschenbuch – mit dem, schon von der ersten Trilogie bekannten, im Boden steckenden Schwert im Vordergrund. Im Hintergrund, diesmal in Grün, ist ein steiniger Pfad inmitten eines knorrigen Waldes zu erkennen. Das Cover ist aufklappbar und enthält auf der Innenseite eine Risszeichnung der Galeere Nordstern.
Fazit
Trotz, oder vielleicht genau wegen, der vielen Wendungen in der Handlung ist das Buch bestens gelungen. Die glaubwürdigen, starken Charaktere und die Spannung, die stets aufrecht erhalten wird, sorgen für höchstes Lesevergnügen. An keiner Stelle gibt es Leerlauf, dafür viele verschiedene Charakterperspektiven bzw. Handlungsebenen.
Phantastik Journal – Wertung: 




- Erschienen: Februar 2008
- ISBN-10: 3-453-52342-3
- EAN: 9783453523425
- Einband: kartoniert/broschiert
- Erschienen bei: Heyne
- Seitenzahl: 150
- Gewicht: 500 g
- Sprache(n): Deutsch
- Ausstattung: 19 cm
Hinweise
Rezension von: Helmut Marischka
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